Ein Wachhund – Besser als eine Alarmanlage?

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Früher war es selbstverständlich den treuen Freund des Menschen über das Haus wachen zu lassen, doch heutzutage ersetzen die modernsten Hightech-Anlagen die Arbeit des Wachhundes. Doch noch immer sind die „Aufpasser“ nicht aus dem Trend geraten. Ganz im Gegenteil! Die Wachhunde schützen teilweise besser aufgrund ihres guten Gehörs und aggressiven Erscheinungsbilds.

Vor allem große Hunde schrecken ungewollte Besucher ab und können mit einem lauten Bellen das Revier richtig verteidigen. Bekannt sind Rassen wie Rottweiler, deutsche Schäferhunde oder Dobermänner, doch trotz des „bösen Wachhund“-Rufs, sind sie auch sehr familienfreundlich. Wie kann das sein?

Das richtige Training macht’s!

Wollen Sie, dass Ihr Hund der perfekte Beschützer des Hauses wird? Wir empfehlen gutes, konstantes Training! Viele Hundeschulen bieten sogar extra Kurse für solch eine Ausbildung an. Vor allem auf die Verteidigungsbereitschaft und die Gehorsamkeit des Hundes wird sich dort spezialisiert. Es ist zwar sowohl zeit-, als auch kostenaufwendig, aber lohnend für Ihren Schutz und die Sicherheit alle mal.

Wenn Sie bereit dafür sind Zeit aufzuwenden, aber Geld eine Rolle spielt, dann können Sie auch selbst mit viel Training, viel bewirken! Wir haben wichtige Tipps für das Training eines guten Wachhunds:

1. Gehorsamkeit
Achten Sie drauf, dass Ihr Hund wichtige Befehle gut einhält. Kommandos wie „Komm!“, „Sitz!“ „Aus!“ „Steh!“ oder „Bleib!“, sind das A und O. So kann Ihr Hund im richtigen Moment sich zurückziehen. Belohnen Sie Ihren Hund mit stets positiver Bestätigung, wenn er Ihnen folgt, das gibt ihm die nötige Motivation.

Hört Ihr Hund nicht, wenn Sie ihn rufen? Was Sie dagegen tun können, sehen Sie in unserem Newsletter vom 16.05.2016: http://blog.doctorbark.de/mein-hund-kommt-nicht-wenn-ich-ihn-rufe-was-soll-ich-tun/

2. Belohnung
Wenn Ihr Hund für das Bellen, beim Betreten eines Fremden des Grundstücks, eine Belohnung bzw. ein Leckerli bekommt, kann er eine Verbindung zu dieser Situation herstellen und merkt: „Hey, das war gut, dass ich gebellt habe.“ So lernt er Stück für Stück das Verhalten des Wachhundes.
Wichtig: Ignorieren Sie das Bellen, wenn eine Person durch die Tür kommt, die erwünscht ist. Ein Befehl wie „Nein“ oder Ähnliches ist nicht so effektiv wie das Ignorieren! Deshalb lieber still verhalten.
Wenn Sie das Ganze intensiver trainieren wollen, dann können Sie (für den Hund unbekannte) Freunde von Ihnen fragen, ob diese Sie dabei unterstützen.

3. Kein Futter von Fremden annehmen!
Das ist einer der wichtigsten Punkte bei der Wachhundausbildung! Wenn Ihr Hund sich leicht um den Finger wickeln lässt, beispielsweise durch Futter von Fremden, dann ist er kein guter Wachhund! Denn Diebe oder Einbrecher, setzen Hunde meist mit lecker scheinendem Futter, gefüllt mit Schlafmitteln, außer Gefecht.
Setzen Sie die Menschen in Ihrem Haushalt als „Hauptfütterer“ fest. Schimpfen Sie ihn, wenn er von Fremden etwas annimmt, nur so lernt Ihr Vierbeiner es. Sie können auch wieder (für den Hund fremde) Freunde zur Hilfe bitten und ihn beispielsweise von ihnen füttern lassen, mit Dingen die er nicht mag. Das schreckt ihn auch ab und macht ihn misstrauisch gegenüber Leckerlis von Unbekannten.

4. Sozialisierung
Ihr Hund muss lernen, welche Situationen für Sie und Ihre Familie bedrohlich sind und welche nicht. Um ihm diese Gefahreneinschätzung beizubringen, können Sie ihn beispielweise mit lauten Geräuschen wie Knallen, Rasenmähern oder Gehupe vertraut machen. Das nimmt ihm die Angst vor abrupten Lauten. Sie können ihn auch mit großen, breiten Personen bekannt machen, damit er vor solchen Menschen nicht zurückschreckt.

5. Grenzen
Der Vierbeiner soll Grundstück, Haus und Familie beschützen, jedoch niemanden während dem Gassigehen anbellen oder sich außerhalb des Grundstücks aggressiv zeigen. Um dies zu erlernen ist die Gehorsamkeit sehr wichtig. Sollte Ihr Hund jemanden anbellen, während Sie unterwegs sind, setzen Sie ein klares „Nein!“ ein, damit er versteht, dass das Bellen nur innerhalb des Grundstücks gegenüber Fremden erlaubt ist.

Achtung, Ihr Hund darf nicht beißen! Laut der deutschen Regelung muss jeder Tierhalter für den Schaden, den ein Hund dem Körper oder der Gesundheit eines anderen antut aufkommen und dazu zählt nicht nur ein Schmerzensgeld, sondern wahrscheinlich auch das Einschläfern Ihres Lieblings.
Deshalb gilt: Ihr Hund darf so böse und aggressiv aussehen wie er möchte, er darf auch sehr laut bellen, jedoch nicht beißen! Ein angsteinflößendes Aussehen des Hundes reicht aber schon meistens aus, um die ungewünschten Gäste einzuschüchtern oder in den Wind zu jagen.