Erste Hilfe bei Ihrem Hund

Aktuelles Doctor Bark Produkte Hunderatgeber Interessante Themen

Das Erste-Hilfe Set für Ihren Vierbeiner:

  • Pinzette
  • Zeckenzange
  • Verbandsmaterial (sterile Mullkompressen und -binden)
  • Flüssiges Desinfektionsmittel
  • Wundsalbe oder -spray
  • Fieberthermometer
  • Wärmflasche und Kühlbeutel

Erste Hilfe bei (allgemeinen) Verletzungen Ihres Hundes:

Verschluckte Fremdkörper:
Zunächst -wenn es noch möglich ist-, sollten Sie durch schnelles Eingreifen den Fremdkörper aus dem Mund-Bereich entfernen, bevor der Hund ihn schluckt.
Wenn dies nicht mehr möglich ist, sollten Sie in jedem Fall einen Tierarzt aufsuchen.
Wichtig: Bringen Sie Ihren Hund nicht zum Erbrechen! Das kann eine Erstickungsgefahr herbeiführen.
Sollte der Fremdkörper bereits runtergeschluckt sein und der Hund keine Beschwerden aufzeigen, sprechen Sie dies mit Ihrem Tierarzt ab, vielleicht reichen in solchen Fällen auch Mittel/Hausmittel (Sauerkraut), die den Fremdkörper „umhüllen“ und damit innere Verletzungen am Darm oder Magen verhindern. So können auch Verletzungen beim Stuhlgang vermieden werden.
Beobachten Sie zusätzlich die „Geschäfte“ des Hundes um festzustellen, ob sich der vermisste Gegenstand darin befindet. Meistens taucht dieser nach 24 bis 48 Stunden wieder auf, ist dies nicht der Fall, informieren Sie erneut den Tierarzt!

Bissverletzungen:

kleine Verletzung
Sind kleine, oberflächige Wunden durch beispielsweise einen Biss bei Ihrem Hund vorhanden, schneiden Sie zunächst das Fell darum weg, um zu verhindern, dass sich dieses mit dem Blut oder Wundsekret verklebt. Daraufhin desinfizieren Sie die Wunde, somit stillen Sie den Blutfluss. Nun können Sie noch eine Wundsalbe oder ein Wundspray darauf geben. Decken Sie die Verletzung jedoch nicht ab, nur so kann eine Krustenbildung eintreten und die Wunde sicher verheilen. Sollte Ihr Vierbeiner durch Lecken die Wundheilung stören, legen Sie ihm eine Halskrause an.

große Verletzung
Große Bisswunden sind meistens Rissverletzungen mit abstehenden Wundrändern und Quetschungen. Solche müssen chirurgisch vom Tierarzt behandelt werden, dies kann er jedoch nur machen, wenn die Wunde nicht vorbehandelt wurde. Das heißt sie sollten hier nicht mit Desinfektionsmittel oder Wundsalbe bzw. –spray arbeiten. Suchen Sie so schnell es geht den behandelnden Tierarzt auf, denn umso länger Sie warten umso geringer wird die Heilungsaussicht.

 

Insektenstiche:
am äußeren Körper
Sollte der Stich durch eine Biene ausgelöst worden sein, ziehen Sie gegebenenfalls den Stachel mit einer Pinzette aus dem Körper. Entstehen Schwellungen, kühlen Sie die Einstichstelle so gut es geht, entweder mit kaltem Wasser oder einem Eispack / Kühlbeutel. Wenn der Stich harmlos wirkt, reichen meist Hausmittel wie eine frisch aufgeschnittene Zwiebel, Zweibelsaft oder Essigwasser aus, um die Wunde zu behandeln. Geben Sie diese einfach auf die Stichstelle.
Scheint der Insektenstich größere Folgen mit sich zu ziehen, suchen Sie einen Tierarzt auf.
im Rachen/Mundraum
Sollte Ihr Hund im Rachen gestochen worden sein, vielleicht weil er nach den Insekten geschnappt hat, versuchen Sie dies mit Eiswürfeln zu kühlen, indem Sie ihn ein paar davon geben. Auch von Außen sollte der Hals gekühlt werden, auch hier empfiehlt sich kaltes Wasser oder ein Kühlbeutel. Durch die Kühlung der Wunde sorgt für die Abschwellung der Wunde.
Wichtig: Bei Stichen im Hals- und Rachenbereich kann dazu kommen, dass die Atemwege des Hundes an- bzw. zuschwellen und dies kann zu schweren Atemproblemen führen. Fahren deshalb unmittelbar darauf zu einem Arzt.

Verbrennungen:
Sie erkennen eine Verbrennung an der Rötung oder Verkohlung der Haut, an der Blasenbildung oder daran, dass sich Fellfetzen lösen.
Zunächst sollten Sie die Wunde unter fließendem Wasser kühlen, verwenden Sie jedoch keine Brandsalbe oder Hausmittel! Stechen Sie Brandblasen nicht auf. Verdecken Sie die betroffene Körperregion mit einer sterilen Wundauflage und einem leichten Verband. Verhindern Sie wieder durch beispielsweise einer Halskrause, dass sich Ihr Hund an den Stellen leckt.
Sollte sich der Zustand des Vierbeiners daraufhin verschlechtern, wird auch hier empfohlen einen Tierarzt aufzusuchen.

Vergiftungen:
Woran erkenne ich eine Vergiftung?
Häufige Symptome sind:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Blut im Urin oder Stuhlgang
  • Krämpfe
  • Unruhe und Muskelzittern

Wichtig: Führen Sie ein Erbrechen nicht absichtlich oder manuell herbei! Dadurch kann sich die Situation verschlimmern. Fahren Sie mit Ihrem Hund direkt bei Verdacht auf einer Vergiftung zum Tierarzt, dieser kann das Tier korrekt behandeln und ein Gegenmittel verabreichen. Nehmen Sie, falls Sie wissen welchen Ursprung die Vergiftung hat, das Gift bzw. eine Probe davon, zum Tierarzt mit.

 

Jedes Herrchen kann mit solch einer gefährlichen Situation konfrontiert werden. Die oberste und wichtigste Regel ist jedoch bei allen Fällen: Ruhe bewahren. So können nicht nur Sie konzentriert arbeiten und das Risiko verringern Fehler zu machen, auch Ihr Hund kann sich beruhigen, was in vielen Situationen ausschlaggebend für den weiteren Verlauf des Zustands Ihres Lieblings ist.