Husten beim Hund

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Hängt Husten beim Hund von der Rasse ab?

Husten als Symptom kann einer bestimmten Rasse nicht zugeordnet werden, allerdings sind die Ursachen unter Umständen durchaus bei manchen Rassen häufiger vertreten als bei anderen.

Große, schwere Rassen wie Boxer, Irish Wolfshund, Dobermann, Doggen, Bernhardiner, Hovawarte und anderen leiden oft im Alter – das bei großen Rassen schon ab 5 Jahren beginnen kann – unter einer Vergrößerung des Herzens. Husten kann hier ein erstes Symptom sein.
Auch kleinere Rassen wie Cocker Spaniel und Fox Hound sind von einer genetischen Veranlagung für die sogenannte dilatative Kardiomyopathie – Vergrößerung des Herzmuskels – betroffen.

Atemwegs- oder Luftröhrenerkrankungen

Wenn Ihr Hund unter einem trockenen Husten ohne Auswurf leidet und öfter würgen muss, könnte dies auf Beschwerden in den Atemwegen hindeuten. Beispielsweise könnte der sogenannte Zwingerhusten vorliegen. Dabei handelt es sich um eine oft schwere Infektionskrankheit der oberen Atemwege. Auch Erkrankungen der Luftröhre sind möglich, gerade bei kleineren Tieren.
Die Ursache für Husten beim Hund ist nicht immer eindeutig zu erkennen. Wenn der Husten vor allem in Situationen auftritt, in denen Ihr Vierbeiner sich freut oder aufgeregt ist, spricht vieles für eine Atemwegserkrankung.

Hunden mit leichtem Husten

Staub, trockene Heizungsluft oder leichte Reize von Außen: Viele Hunde reagieren darauf empfindlich und mit leichtem Husten. Frische Luft (aber keine Zugluft) tut ihnen jetzt ebenso gut, wie ein feuchteres Raumklima. Das können Sie zum Beispiel mit einer Schüssel Wasser auf der Heizung herstellen.

Wenn der Hund hustet, weil er erkältet ist, braucht er Ruhe. Sie können ihm zur Behandlung auch ein wenig Naturhonig aus dem Bioladen in sein Trinkwasser geben. Dieser soll der Ausbreitung von Bakterien ebenso vorbeugen, wie der Entstehung von Entzündungen.

Bei einer Hunde-Erkältung kann Ihnen unser Newsletter vom 18.04.2016 weiterhelfen: http://blog.doctorbark.de/?p=1074

Herz- und Lungenerkrankungen

Hustet Ihr Hund vor allem nachts oder wenn er sich besonders anstrengen muss, könnten die Ursachen für Husten beim Hund ernsterer Natur sein: Erkrankungen des Herzens oder der Lunge sind dann nicht auszuschließen. Bestärkt wird diese Diagnose durch feuchten, tief sitzenden Husten mit Auswurf. Die Farbe des Auswurfs deutet dabei auf die Erkrankung hin: Gelblicher Auswurf hängt oft mit Lungenerkrankungen zusammen, rötlicher dagegen mit Herzproblemen.

Eine Allergie als mögliche Ursache

Auch Hunde können eine Vielzahl an Allergien entwickeln – diese wiederum führen in manchen Fällen zu Husten beim Hund. Teilweise kann dies mit Asthma verbunden sein.

Stellt der Tierarzt fest, dass Ihr Hund hustet, weil er eine Allergie hat, wird er ihm höchstwahrscheinlich Antiallergika verschreiben und mit Ihnen Wege finden, wie Sie den Allergieauslöser fortan vermeiden können. Tiermedizinern stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, um die Gründe für die Allergie zu ermitteln. Auch Medikamente wie Histamin Blocker können zum Einsatz kommen. Doch es gibt auch natürliche Mittel dagegen.

Parasitenbefall

Es kann vorkommen, dass Würmer direkt im Lungenbereich des Hundes einnisten. Das Gewebe entzündet sich dadurch recht schwer – und es kommt zu Husten beim Hund. Der Husten ist in solchen Fällen meist trocken und laut. Tierärzte haben jedoch öfter Probleme, diese Ursache eindeutig auszumachen.

Trotzdem ist ein Besuch des Tierarztes unvermeidbar! Er ist die einzige Person, die Sie über den genauen Zustands Ihres Hundes aufklären kann! Zudem hat er die richtigen Behandlungsmethoden und Medikamente um Ihren Liebling wieder auf Trapp zu bringen.