Inkontinenz bei Hund und Katze, was tun?

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Die Nieren produzieren unaufhörlich Urin. Dieser wird durch die Harnleiter in die Blase geleitet. Dehnungsrezeptoren in der Blase geben ein Signal an das Hirn mit der Aussage: Blase ist voll. Der Ausgang der Blase besitzt einen Schließmuskel, der wie ein Wasserhahn auf- und zugedreht werden kann. In dem Moment, in dem das Tier sich entschließt Wasser zu lassen, entspannt sich der Schließmuskel („Wasserhahn geht auf“) und der Urin wird ausgeschieden.

Und hier ist das Problem: Viele Gründe können genau diesen Schließmuskelschwäche verursachen. Dazu gehören Kastrationen, Blasensteine, Blasenentzündung, Reaktion auf Antibiotikagabe oder eine Altersinkontinenz.

Bei einer Inkontinenz im Alter verliert der Schließmuskel seine Verschlußstärke, wodurch das ältere Tier meist im Schlaf Urin verliert und angenäßt wieder erwacht.

Inkontinenz ist nicht nur für den Besitzer, sondern auch für das Tier sehr unangenehm, weil auch der Hund und die Katze nicht gerne in ihre „4 Wände“ urinieren.

Sofortmaßnahmen: Der Urin von Tieren gilt eigentlich immer zum Markieren des Reviers. Die feine Nase eines jeden Tieres nimmt den Geruch des Urins eher als Gestank auf. Daher waschen Sie bitte sofort die Liegefläche, die benäßt worden ist. Waschen Sie diese nicht nur bei 40 Grad C, die Geruchsstoffe bleiben meist bei geringen Temperaturen vorhanden. Waschen Sie die Liegefläche bei mindestens 60 Grad C.

Therapie: Es gibt hier zwei Ansätze, einmal die medikamentöse Behandlung und den chirurgischen Eingriff.
Zur medikamentösen Behandlung wird oftmals „Inkontinenz Stopp“ empfohlen, welches ein Heilmittel auf natürlicher Basis ist.
Bei chirurgischen Eingriff wird Kollogen in die Harnröhrenwand gespritzt. Dies wird endoskopisch gemacht und verursacht keine Wunden oder übermäßige Schmerzen für Ihren Hund.

Inkontinenz- Beschwerden können oftmals nur gut gelindert werden, meist leider nicht vollkommen behoben werden.